Medizin: Neue Prothese durch Nanotechnologie
Traditionelle Prothesen werden nur außen am Körper des Patienten angebracht, moderne Prothesen versuchen ein Teil des Körpers zu werden. Das umschließt nicht nur Arm- und Beinprothesen, sondern auch die Unterstützung und den Ersatz defekter Organe, wie zum Beispiel ein Herzschrittmacher oder intrakorporale Dialyse, also eine „künstliche Niere“. Zwar lässt sich dies technisch alles umsetzen, aber es treten häufig erhebliche Probleme auf, weil der Körper den Fremdkörper abstößt (Implantatallergie) oder defekte Geräte in weiteren Operationen ausgetauscht werden müssen. Die Nanotechnologie kann an beiden Problemstellen ansetzen, indem sie einerseits die nicht-organischen Oberflächen verträglicher gestaltet (Biokompatibilität) und andererseits die Geräte verkleinern und langlebiger gestalten kann, was zu einer deutlich geringeren Belastung des Patienten führt.
Auch bei extrakorporalen Prothesen lassen sich Verschleiß minimieren und vielfältige Verbesserungen zum Beispiel für Sportprothesen erzielen, beispielsweise, indem man stabile und zugleich sehr leichte Karbonverbindungen anstatt schwerem Stahl oder Titan einsetzt.
