Datenspeicherung
Im Bereich der Speicherung von Informationen bietet die Nanotechnologie wohl das breiteste Spektrum an Innovationen. Mit mehreren Ansätzen wird sich die Effizienz enorm verbessern lassen und die theoretische Grenze wird nur noch von der Größe eines einzelnen Atoms festgelegt. Die enorm verbesserten Analyse- und Schreibgeräte lassen eine starke Reduzierung des pro Bit benötigten Platzes zu.
Bedenkt man, dass auf einer handelsüblichen DVD jedes Bit etwa eine Breite von 300nm hat, stellt alleine schon die mit Ionenstrahlen mögliche Verkleinerung von Bits auf 10nm Breite eine starke Verbesserung dar. Auf eine DVD bezogen bedeutet das aber nicht nur, dass 30 mal mehr Bits pro Zeile geschrieben werden können, sondern eben auch, dass etwa 10-20 mal mehr Zeilen pro Disk möglich sind. Somit wäre alleine schon durch diese neue Verfahren die Datendichte um den Faktor 500 erhöht.
Dieses Prinzip lässt sich natürlich ebenfalls bei Festplatten umsetzen, die künftig wieder den klassischen Lochkarten nahe kommen. Es gibt heute schon Versuchsreihen, in denen ein Cantilever mit der Technik der RKM Information in ein Material (üblicherweise Polymerschichten) schreiben, lesen und löschen kann. Um die Lese- und Schreibegeschwindigkeit zu erhöhen, werden etliche Cantilever in Reihen nebeneinander geschaltet, sodass entsprechend viele Vorgänge gleichzeitig verarbeitet werden können. Was sich momentan noch in der Entwicklung befindet, könnte schon in naher Zukunft Einzug in Laptops und MP3-Player halten.Weitere Techniken nutzen meist ebenfalls dieses Prinzip, so gibt es auch Varianten, bei denen die Einheiten nicht geprägt, sondern magnetisch geladen werden. Je nach Feldrichtung ist die Information demnach eine andere. Durch sensible RKM ist es theoretisch auch möglich, mehrere Magnetfeldrichtungen zu unterscheiden, was durch mehr Bits pro Einheit die Kapazität erhöht.
